13.09.2019 | Brauhaus FRÜH am Dom

Auf ein Kölsch mit...

Diesmal besuche ich die heiligen Hallen der Cölner Hofbräu FRÜH, wo ich mich mit Jürgen Duys (59), Leiter der Qualitätssicherung der FRÜH Brauerei, treffe. Sein feiner Gaumen, unzählige hochmoderne Geräte und sein fünf-köpfiges Team entscheiden, ob das FRÜH Kölsch in den Handel gehen darf.

Seit wann arbeiten Sie bei FRÜH?

Herr Duys: Seit 31 Jahren bin ich in der FRÜH Brauerei als Leiter der Qualitätssicherung beschäftigt. Gelernt habe ich Braumeister und Brauereitechniker.

Wofür brauchen wir ein so hochmodernes Labor?

Herr Duys: Kölsch ist ein Lebensmittel und dementsprechend hoch sind unsere selbst auferlegten Anforderungen. Wir brauen pro Jahr ca. 375.000 Hektoliter FRÜH Kölsch. Wir kontrollieren, ob alle Spezifikationen eingehalten werden, dafür brauchen wir modernste Technik. Das FRÜH Kölsch soll schließlich schmecken!

Was genau wird kontrolliert?

Herr Duys: Alles - vom Rohstoff bis hin zum fertigen Kölsch. Wir kontrollieren auf Schadstoffe, Stammwürzegehalt, Bitterstoffe, die Trübung und die Festigkeit des Schaumes. Dann wird alles dokumentiert, um eine
Rückverfolgung zu gewährleisten.

Was ist das Schädlichste für Bier?

Herr Duys: Direktes Sonnenlicht und zu viel Sauerstoff. Daher füllt man Bier generell in dunklen Flaschen ab und sollte es auch dunkel lagern.

Ist Ihnen bei FRÜH schon mal Lustiges oder Kurioses passiert?

Herr Duys: Da gibt es Einiges, aber erwähnenswert wäre Folgendes: Ich habe ein paar Flaschen mit einem besonderen Abfülldatum vom 11.11.‘11 um 11.11 Uhr. Trinken kann man das Kölsch nicht mehr, ist aber eine Rarität.

Es war ein interessanter Einblick in die FRÜH Brauerei! Zwar habe ich kein Kölsch getrunken, dafür aber ein eiskaltes FRÜH Radler. Und ich habe Folgendes gelernt: „Wenn zu viel Sauerstoff im Kölsch ist, dann wird es schnell ALT und das wollen wir nicht.“ ;-)

Das Interview führte M. Tischler

 

 

 

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